Überlegungen zur Frage des Antisemitismus

Wo liegen die Ursprünge antisemitischen Denkens? Was heißt es, jüdisch zu sein, ohne den definierenden Blick des Antisemiten? Und wie hängen Antisemitismus und Frauenfeindlichkeit zusammen?

Über diese Fragen diskutiert die Journalistin Géraldine Schwarz mit Delphine Horviller. Delphine Horvilleur ist eine von drei Rabbinerinnen Frankreichs und eine der einflussreichsten Stimmen des liberalen Judentums in Europa. 2020 erschien bei Hanser der Essay „Überlegungen zur Frage des Antisemitismus“, in dem sie die fatalen Parallelen von Antisemitismus, Faschismus und Misogynie beleuchtet. Dabei spannt sie den Bogen von religiösen Texten bis hin zur politischen Gegenwart. Ihr Buch eröffnet uns eine neue Perspektive auf eine alte Frage, die sich in unserer Gegenwart erneut mit großer Dringlichkeit stellt.


Delphine Horvilleur, geboren 1974 in Nancy, ist Rabbinerin und die Leitfigur der Liberalen Jüdischen Bewegung Frankreichs (MJLF). Sie ist Herausgeberin der Zeitschrift Tenou’a und Autorin mehrerer Bücher zum Thema Weiblichkeit und Judentum. Überlegungen zur Frage des Antisemitismus ist ihr erstes Buch in deutscher Übersetzung.


Géraldine Schwarz, geboren 1974 in Straßburg, ist eine deutsch-französische Journalistin, Autorin und Dokumentarfilmerin. Sie lebt in Berlin. Als langjährige Deutschlandkorrespondentin der Agence France-Presse (afp) publiziert sie in verschiedenen internationalen Medien. Ihr Roman Die Gedächtnislosen – Erinnerungen einer Europäerin (Secession, 2018) wurde mit dem Europäischen Buchpreis ausgezeichnet.

Sprache: Französisch

Eine Veranstaltung aus der Reihe vhs.wissen live SPEZIAL.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Goethe-Institut Paris statt.

Freitag, 8. Mai 2020 · 16:00–17:00 Uhr

Delphine Horvilleur und Géraldine Schwarz

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Delphine Horvilleur (C) JF Paga Grasset
Geraldine Schwarz © Mathias Bothor

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